Über mich

Ich finde es wahnsinnig schwierig, mich selbst zu beschreiben. Aber da auch ich auf Blogs in aller Regel als erstes die „Über mich“-Seite ansteuere ist mir klar, dass ich zumindest den Versuch schulde.

Profilbild Marianne Spiller Ich arbeite als Senior Systems Engineer beim DFN-CERT in Hamburg, aktuell mit den Schwerpunkten Ceph, Proxmox und Ansible. Intensiv befasse ich mich auch mit den Themen Monitoring, Home Automation – und nicht zuletzt dem Verfassen möglichst hochwertiger und hoffentlich verständlicher Dokumentation. Die Grenzen zwischen Job und Privatvergnügen verwischen da bisweilen, oder anders formuliert: ich habe eine Leidenschaft zum Beruf machen können.

Allerdings ist das nicht meine einzige: ich bin vielseitig interessiert, und bedauerlicherweise neigen die Tage dazu, zu wenig Stunden zu haben – und das hat sich, seit ich Kinder habe, gefühlt ziemlich verschärft 🤭 „Mit den Händen zu arbeiten“ ist mir sehr wichtig, ich koche und backe gerne, und die Fotografie begleitet mich schon den größten Teil meines Lebens.

Mein Nickname netzwerkgoettin stammt „aus einer anderen Zeit™“: um 2004 herum betrieb ich eine SGI Challenge S unter NetBSD als Einwahl-Router und hatte es geschafft, einem Macintosh SE nicht nur ein externes CD-ROM-Laufwerk (im Originalgehäuse!1), sondern eben auch funktionsfähiges Netzwerk (über einen externen AAUI auf 10Base2-Transceiver) zu verpassen. Eine ganze Weile las ich Usenet über diese Maschine, und ich wickelte auch meinen gesamten Mailverkehr darüber ab. Ein Bekannter betrachtete diese Entwicklung amüsiert (auch ein wenig besorgt, befürchte ich), und schließlich ließ er mir diesen Spitznamen angedeihen. Im Gegensatz zu diesem Bekannten ist mir der Spitzname erhalten geblieben – auch wenn der heutige Schwerpunkt meiner Arbeit nicht „Netzwerk“ lautet. Und er hat den entscheidenden Vorteil, dass er üblicherweise auf allen relevanten Plattformen noch frei ist.

Und da aktuell ja die „1000 Fragen an mich selbst“-Challenge auf Blogs sehr beliebt ist, habe ich zusätzlich zehn davon rausgegriffen – vielleicht runden die das Bild ein wenig ab (das von mir genutzte PDF mit den Fragen - und es waren weniger als 1000, mal ganz davon ab - ist online nicht mehr verfügbar).

48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten?

Ganz klar: die Küche.
Ich hatte über einen viel zu langen Zeitraum keine. Und ich werde dem Liebsten auf ewig dankbar dafür sein, dass er mich bei Planung und Umsetzung so tatkräftig unterstützt hat 💚 Die neue Küche hat sich schnell zum Dreh- und Angelpunkt entwickelt, zur Mampf-Zentrale, zum Arbeitsort, hier wird gelacht und geflucht und Karten gespielt und gelernt und gerätselt und geredet.

143. Wann wärst du am liebsten im Erdboden versunken?

Es ist ein paar Jahre her, es war in der Weihnachtszeit. Ich war in der Stadt unterwegs, verließ C&A oder H&M, irgendeinen Klamottenladen. Und vor dem Laden stand ein etwas abgerissen aussehender und traurig schauender Mann mit verknautschtem Kaffeebecher in der Hand. Ich gab ihm etwas Bargeld in seinen Becher.
Und war irritiert, als es „plumps“ machte.

Turns out: Er wartete vor dem Laden schlicht auf seine shoppende Frau 😔 Ja, da wäre ich gerne im Erdboden versunken; der Mann war zutiefst empört; und seine just hinzugekommene Frau ist dann leider vor Lachen in der Fußgängerzone verstorben…

282. Was schiebst du zu häufig auf?

Das Beantworten von Nachrichten: Ich möchte das nicht „zwischendurch“ und „mal eben schnell machen“, und dann passiert es gerne, dass ich Ewigkeiten für eine Antwort brauche. Dabei vermute ich, der Absender hätte sich über eine weniger perfekte, dafür aber zeitnahere Antwort durchaus gefreut. Ich sag’s mal so: ich arbeite daran.

322. Was hättest du gern frühzeitiger gewusst?

Wie fundamental die Mutterschaft das Leben einer Frau auf den Kopf stellt. Und wie schwierig es ist, sich darüber nicht selbst zu verlieren.

466. Kaufst du häufig etwas Neues zum Anziehen?

Nein, eigentlich nicht. Überhaupt kaufe ich eigentlich nur noch Dinge, die ich nicht sinnvoll selbst machen kann (oder will – BHs zum Beispiel, oder Strumpfhosen. Überhaupt: Strumpfhosen!). Dafür kaufe ich halt gern Stoffe und Wolle…

564. Welches Buch hast du in letzter Zeit mit einem tiefen Seufzer zugeklappt?

„Wenn die letzte Frau den Raum verlässt“ von Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer.

682. Siehst du deine Lieblingsmenschen jede Woche?

Nein, leider nicht. Und dann ist es auch immer wieder so, dass die einen Lieblingsmenschen hier sind und die anderen dort, und ich kann nur an einem Ort sein. Und dann ist irgendwie immer irgendwas mit „vermissen“.
Am schönsten ist es, wenn alle Lieblingsmenschen zusammen sind 💚

758. Trinkst du am liebsten aus einer bestimmten Tasse oder einem bestimmten Becher?

Die Tassensammlung hier ist beeindruckend, aber ja, meine Lieblingstasse ist ziemlich groß und sehr bunt und mit ganz vielen Herzchen. Auf dem zweiten Platz kommt dann eine Starbucks-Porzellantasse, die den früheren Pappbechern nachempfunden ist.

829. Wann hast du zuletzt zusammen mit anderen gesungen?

Im Auto, Fahrt mit den Kindern. Wir schmetterten gemeinsam die „Biene Maja“. Schön war’s nicht, aber laut! 🤭

981. Wie sieht dein Auto innen aus?

Ziemlich groß, eher ungewöhnlich. Ein bisschen wie ein Wohnzimmer, ein bisschen wie ein „Raumschiff“ (so sagte man mir). Und es sind immer ziemlich viele Bonbons, ein Kuschelkissen und eine Decke drin.

Weitere Fragen? Dann frag mich! 🙂