Aral pulse – Spaß mit der Zahlungsweise

Diesen Beitrag schrieb ich 1 Jahr und 9 Monate zuvor; die nachfolgenden Ausführungen müssen heute weder genau so nach wie vor funktionieren, noch meiner heutigen Meinung entsprechen. Behalte das beim Lesen (und vor allem: beim Nachmachen!) bitte stets im Hinterkopf.

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Meine Mama hat ein Elektroauto; das ist zeitgemäß und wunderschön. Aber die Sache hat einen Haken: möchte man sich außerhalb des Radius’ der eigenen Wallbox bewegen, braucht es externe Lademöglichkeiten. Und an der Stelle ist die Situation nicht ganz so selbsterklärend, wie ich mir das für meine Mutter wünschen würde – beziehungsweise für jeden, der nicht mit Äonen IT-Erfahrung aufwarten kann.

Wir einigten uns darauf, dass sie sich über den ADAC erst einmal eine Ladekarte zieht, und dann schauen wir mal. ADAC, okay, war früher EnBW, ist jetzt Aral pulse. Nun gut. Mama kümmerte sich also um entsprechende Zugänge, packte die Aral pulse-App auf ihr Android-Handy – aber sie scheiterte reproduzierbar daran, eine Zahlungsweise zu hinterlegen. An der Stelle kam ich wieder ins Spiel.

Und, Überraschung: ich scheiterte reproduzierbar daran, eine Zahlungsweise zu hinterlegen.

In diversen Foren existieren entsprechende Anfragen anderer User, das scheint durchaus ein größeres Ding zu sein. Deshalb notiere ich hier mal für die Nachwelt, wie wir diese „unexpected cursing opportunity“ für uns nutzten. Selbstredend unter häufiger Verwendung der Phrase „200 Puls hab ich! Bald!“, was beim Namen der App ja nun wirklich alternativlos war.

Der Ablauf war folgendermaßen:

  1. Wir öffneten auf dem Android-Handy die „Aral pulse“-App; es handelte sich um Version 3.18.0 (neuere Versionen sind hoffentlich klüger).
  2. Wir versuchten, eine Debit-Karte als Zahlungsweise zu hinterlegen; also tickerten wir alle benötigten Daten ein. (Was zum Glück überhaupt nicht nervig war, zumal beim x-ten Versuch.)
  3. Die App versicherte in einem PopUp, das Konto werde im nächsten Schritt nicht belastet; zur Verifizierung würde sozusagen symbolisch 1 EUR beansprucht.
  4. Die App blendet einen Button ein, dessen Beschriftung ich jetzt leider nicht mehr erinnere (kann den wer nachreichen?); zugleich quäkt die Banking-App, es gebe da eine offene Anfrage, die man freigeben möge.
  5. Also Wechsel zur Banking-App, Freigabe erfolgt; die Banking-App gibt aus, es sei nun alles klar, und man möge wieder zu jener App wechseln, von der man ursprünglich gekommen war.
  6. Also zurück zur „Aral pulse“-App; der Button ist weg, die App zeigt eine weiße Seite mit pulsierendem Kreis und lädt und lädt und lädt – und bricht irgendwann ab. Mit dem lapidaren Kommentar, die Transaktion sei nicht möglich, man möge eine andere Zahlungsweise nutzen.

Vielleicht habt ihr beim Lesen schon erste Ideen, wir standen auf dem Schlauch. Nachdem klar war, dass der Vorgang reproduzierbar scheitert, tickerte ich zur Freude meiner Mutter meine Debit-Karte (selbe Bank, wohlgemerkt!) ein. Das funktionierte auf Anhieb. An der Karte meiner Mutter konnte es nicht liegen, sonst wäre der Dialog in der Banking-App ja schon anders verlaufen. Wo also war der Unterschied?

Der einzige wirkliche Unterschied bestand darin, dass ich beim Eintickern meiner Debit-Karte in die „Aral pulse“-App auf dem Handy meiner Mutter diese permanent geöffnet lassen konnte; ich musste nicht zur Banking-App auf dem gleichen Endgerät wechseln, weil ich die Freigabe des einen Euros natürlich auf meinem Handy vornahm. Das gab mir die Möglichkeit, explizit diesen blauen „okay, die Banksache ist durch, mach weiter“-Button zu drücken – und dann funktionierte auch alles.

Und so funktionierte es dann auch mit der Karte meiner Mutter. Der Trick bestand darin, die „Aral pulse“-App nicht zu verlassen. Sprich: die Zahlungsweise nicht von jenem Endgerät aus zu hinterlegen, auf dem sich auch die Banking-App befindet. Ich installierte also die „Aral pulse“-App auf meinem Handy, verband mich mit dem Account meiner Mutter, tickerte ihre Daten ein und machte die Banking-Freigabe auf ihrem Handy – und auch das funktionierte.

Danach löschte ich die App wieder von meinem Handy, und wir stellten sicher, dass auch die „Aral pulse“-App auf ihrem Handy nun über alle benötigten Daten verfügte – was der Fall war, die Angaben werden nicht lokal auf dem Endgerät gespeichert. (Und zu ihrem Leidwesen entfernte ich dann auch wieder meine Karte aus ihrem Account - das fand sie eher bedauerlich 😂)

Einschub am 27. Januar 2025: Inzwischen habe ich mir selbst ebenfalls eine solche Karte angefordert; allerdings stellte der Wechsel zwischen Aral pulse und Banking-App auf dem iPhone, App-Version ebenfalls 3.18.0, überhaupt kein Problem dar! Da verschwand der blaue Button aber auch nicht. Desweiteren habe ich auf Anraten von Luca tatsächlich eine entsprechende Mail an den Support gesendet – und bin gespannt, ob die jemand lesen wird 😬

Da würden mich nun eure Erfahrungswerte interessieren – insbesondere, falls ihr vor dem gleichen Problem gestanden habt und dieser Artikel für euch hilfreich war! 😎

Hintergrundbild © Marianne Spiller · Alle Rechte vorbehalten

Habe ich etwas missverständlich formuliert, ganz ausgelassen oder mich vertippt?
Möchtest du hilfreiche Inhalte beisteuern?
Artikel in diesem Bereich kannst du überarbeiten und ergänzen!
→ Hier geht es zum öffentlichen Repository... ←

9 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Ich freue mich über jeden Kommentar, es sei denn, er ist blöd.
Deshalb sind die Kommentare auf dieser Seite auch generell moderiert.

(Nick)Name: (erforderlich)
E-Mail: (erforderlich, wird nicht veröffentlicht)
Website: (optional)