Fraktal Ärger CPAN

wall < "Mein PC macht nur Ärger"

Broadcast message from spillerm@unixe.de (pts/1) (Mi Mrz 14 22:50:15 2007):
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Diesen Beitrag schrieb ich vor 12 Jahren. Behalte das beim Lesen bitte im Hinterkopf.

Ein PIII. 1GB RAM. 200GB S-ATA Platte. CentOS und Xen-3.0.4. Und nichts tut.

Es ist die Bridge: ich kapiere nicht so recht, wieso und warum; ist der xend nicht gestartet und die Maschine bezieht ihr Netz über einen anderen Router, funktioniert alles prima, auch das NAT. Doch sobald die Dose die pppoe-Verbindung selber aufbaut, geht das NAT in die Hose. Was nervt. Nach Slackware war CentOS schon das zweite Betriebssystem, das ich ausprobiert habe. Xen3 will mit einem 2.4er Kernel nichts anfangen, eisfair wiederum ist mit dem 2.6er Kernel noch nicht stable released. Also: unter Parallels testweise ein NetBSD-3.1 (i386) installiert — tut. pkgsrc draufgeschaufelt, eine bash gebaut (testweise) und dann die xentools20 sowie den grub und den xenkernel20. Die Konfigs angepasst, Xen-Kernel reingepfriemelt und tut. Beschlossen, den Router auf NetBSD umzustellen, wovon ich ohnehin mehr Ahnung habe. Dem Router die Installations-CD eingefüttert: er bootet an und hängt sich dann auf.

Bei wd0. Genauer gesagt: einmal mehr ein NetBSD-Bug. In der Konstellation Silicon Image 3112' und Barracuda 200GB S-ATA‘ will NetBSD einfach nicht funktionieren. Und ich hämmere willenlos den Kopf auf die Tastatur. Ist das denn die Möglichkeit? Das Xeon-Board mit S-ATA hab ich bei ebay verkauft — weil ich die passenden CPUs nicht besitze. Im Gegenzug hab ich hier zwei Xeons liegen (je 2.4GHz), für die ich einfach kein Board mehr finden kann. PC-Hardware ist Mist! Also einen Silicon Image 3512 erstanden — jetzt tut auch die Platte. Uffz.

Jetzt ein Howto im Schweinsgalopp:

  • NetBSD-3.1 installieren wie gewohnt. Sinnvoll partitionieren, sprich: die Partitionierung von Hand anpassen. Die Kiste braucht Netz. Und den aktuellen pkgsrc nach /usr.
  • cd /usr/pkgsrc/sysutils/grub && make install
  • cd /usr/pkgsrc/sysutils/xentools20 && make install
  • cd /usr/pkgsrc/sysutils/xenkernel20 && make install
  • cd /dev && sh MAKEDEV xen
  • grub-install /dev/wd0d
  • mkdir /kernels
  • mv /usr/pkg/xen-kernel/xen.gz /kernels
  • cd /
  • mv netbsd kernels/
  • ln -s kernels/netbsd netbsd
  • Dann den Xen-Kernel von ftp.netbsd.org runterladen und ebenfalls nach /kernels/ schieben.
  • Danach in /grub/ eine menu.lst anlegen mit folgendem Inhalt:
title NetBSD
  root (hd0,0,a)
  chainloader +1
 
title Xen 2.0 / NetBSD
  root (hd0,0,a)
  kernel (hd0,0,a)/kernels/xen.gz dom0_mem=65536
  module (hd0,0,a)/kernels/netbsd-XEN2.gz root=/dev/hda1 ro console=tty0

Und dann: anbooten, beten. Immerhin – bei mir kam er sauber wieder hoch. Rasch die pppoe-Einwahl konfiguriert und tut. NAT tut auch – wie ich mittels Mac Mini unschwer feststellen kann. Dann wird es spannend: ich starte xend. Und NAT funktioniert immer noch. Also kann ich jetzt das Backup meiner beiden domU übertragen (11GB) und derweil erst einmal gemütlich eine rauchen (und dabei bloggen). Das Backup kommt offenbar kaputt auf dem Router an, das tar geht gründlich in die Hose. Also das File auf dem Mini entpackt — woraufhin mir die Systemplatte im Mini auf 99% voll läuft und ich hektisch $MUELL löschen muss.

In /usr/pkg/etc/xen meine Konfig hinterlegt und das Backup vom Mini auf den Router übertragen. Gestartet und: ES TUT!!! Unglaublich. Unglaublich. Unglaublich. Die nächste Mission wird sein, dem eisfair einen Xen-tauglichen Kernel unterzuschieben. Aber das ist eine andere Geschichte…

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