Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!
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Der Weihnachtsartikel: begonnen, gelöscht. Wieder begonnen. Mir fällt nichts ein; ich fühle mich betrogen, weil die Weihnachtsfeiertage auf ein Wochenende fallen; bin kaum in festlicher Stimmung, da die Ruhe fehlte.

Für viele ist Weihnachten 2010 eine ähnlich seltsame Sache wie für mich; weil sie nicht in Stimmung dazu sind, weil sie im Laufe des Jahres Menschen verloren haben, ohne die ein Weihnachtsfest eigentlich nicht denkbar ist. Früher hat die Familie vorgegeben, wie Weihnachten zu verlaufen hat, ein zyklischer Rhythmus, der nicht hinterfragte, der sanft einlullte, vielleicht auch manchmal nervte. Und jetzt, da von der Familie nur noch einige wenige übrig geblieben sind, da das Gefüge bröckelt, die Erkenntnis: nun ist man selbst dafür verantwortlich, Traditionen weiterleben zu lassen – oder aber zu etablieren.

Und so steht hier das mit Abstand schiefste und hübscheste Bäumchen, das die Welt je gesehen hat; der wiederaufgetauchte Baumschmuck ist Jahrzehnte alt und macht mich glücklich, und bei drei zur Disposition stehenden Baumspitzen wurde sich demokratisch für keine entschieden. Das alte, schwere Blei-Lametta bricht das Licht hundertfach, und das Licht, das vom Bäumchen ausgeht, ist einfach nur urgemütlich. Der Spaß ist uns allerdings nicht allzu lange vergönnt; das Bäumchen muss zeitnah wieder abgeschmückt und rausgestellt werden, da es sich sonst zu sehr an die Innentemperatur gewöhnt und eingeht – und es soll doch im Garten weiterwachsen!

Frohe Weihnachten, ihr Lieben! Und macht das Beste daraus!