Fujitsu Siemens Esprimo Mobile 9200

Diesen Beitrag schrieb ich 12 Jahre und 10 Monate zuvor; die nachfolgenden Ausführungen müssen heute nicht unbedingt noch genau so funktionieren. Behalte das beim Lesen (und vor allem: beim Nachmachen!) bitte stets im Hinterkopf.

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Nachdem mein armes iBook (G3 800MHz) mir nach so vielen Jahren den Dienst endgültig versagte, habe ich das 399EUR-Angebot bei Cyberport wahrgenommen und besagtes 12”-Notebook nebst Ersatzakku erworben. Und zum ersten Mal seit langer Zeit musste ich mir die „bange Frage aller Fragen[tm]“ stellen: welches Betriebssystem soll zum Einsatz kommen?

Meine erste Eingebung lautete Opensolaris; sich ins System einfinden, ggf. ein wenig mit ZFS spielen – wunderbar. Die Ultra5 hatte ich ja auch lange Zeit als Workstation in Betrieb… Also Medium erstellt, Notebook installiert, Notizen gemacht:

  • Die Batteriestandsanzeige tut nicht; sie zählt eine Weile gleichmäßig runter, bleibt dann stehen und irgendwann fährt der Laptop einfach herunter bzw. geht aus (je nachdem was eingestellt ist).
  • Die Webcam lässt sich über die Tastenkombination (die kein Key-Event, sondern builtin ist) nicht aktivieren, daher Nutzung unmöglich.
  • Sowohl Ethernet als auch WLAN sind auf Anhieb nicht nutzbar – Third-Party-Treiber benötigt.
  • Reboot & Shutdown funktionieren überhaupt nicht, die Kiste stürzt einfach ab.

Dass ich erzwungenermaßen mit Gnome arbeiten musste (und das, wo ich doch bekennender CDE-Fan bin!) war dann auch zweitrangig – schweren Herzens machte ich die Kiste wieder platt. Einen weiteren Versuch wollte ich PC-BSD gönnen. Eine Install-CD hatte ich auf den Linux-Tagen in Chemnitz eingesackt, der Installationsprozess gestaltete sich unproblematisch; nervig allerdings, dass ich das Test-System nicht auf die SD-Karte bügeln konnte, der eingebaute Kartenleser wurde nicht erkannt. Die Installation auf den USB-Stick schlug auch erst einmal fehl bis ich kapierte: das System benötigt 4GB Minimum :-O Doch der erste Boot-Vorgang brachte die Ernüchterung: beim Versuch, X auf die Beine zu kriegen, stürzte eine Komponente reproduzierbar ab (segmentation fault), und nach einer Stunde Debugging (zu zweit) beschloss ich: das ist nichts für mich. Ein frisch installiertes System sollte zumindest durchbooten, und den Kartenleser brauche ich unterwegs für meine Kamera-Backups auch zwingend. Was nun?

FreeBSD. Das installiert sich zwar, aber X spinnt hier ähnlich rum. Gesehen, geseufzt, gelöscht. Windows? Nicht einmal ansatzweise eine Option. So traurig es ist: Ubuntu ist in der Tat das einzige der getesteten Systeme, das läuft; einzig die Treiber für die Atheros-WLAN-Karte mussten nachgezogen werden (und der Durchsatz auf dem Interface ist gerade nicht optimal, aber es geht). Die Kamera funktioniert, Kartenleser und Brenner taten auf Anhieb ihren Dienst, das System ist voll funktionsfähig – und wenig geekig