Schlaf Schlaflos Wiege Bein

wall < "Schlaflos"

Broadcast message from spillerm@unixe.de (pts/1) (Sa Jul 19 02:07:17 2008):
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Diesen Beitrag schrieb ich vor 10 Jahren. Behalte das beim Lesen bitte im Hinterkopf.

Durch einen Artikel vom Soulsnatcher nachdenklich geworden überlege ich, was das grösste Problem ist, der grösste Fehler, der Anfang allen Übels. Und ich habe für mich die Antwort gefunden: der Fehler ist zu reagieren statt zu agieren. Mit den Symptomen zu kämpfen, statt Ursachen zu beheben.

Viele der dummen Sinnsprüche sind so banal und doch so wahr, dass es Tränen in die Augen treibt; »Was man denken kann, kann man tun« ist eine unumstössliche Tatsache, die jedoch, zumindest zeitweise, sehr schwer zu akzeptieren ist. Ich könnte Tiefseetauchen, ich könnte Sprachen lernen, ich könnte meine Wünsche verständlich formulieren, ich könnte, ich könnte… — und wenn ich es nicht tue liegt die Ursache in meinem Kopf und nicht an den Möglichkeiten, an denen es mir mangelt. Ist man ehrlich, fallen die Problem-Balken bei näherer Betrachtung späneweise in handliche (und zumeist lösbare) Teilprobleme. Und als einziger Vorwurf, den man sich gegebenenfalls machen kann, verbleibt der Gedanke »Ich habe es nie probiert!«.

Die kritische Hinterfragung: »Wo stehe ich gerade? Und wo wollte ich ursprünglich hin? Deckt sich das noch — oder bin ich vom Kurs abgekommen?«. Und man stellt fest, dass langjährige Kontakte plötzlich keine mehr sind — Interessen verschieben, Wege trennen sich; und zugleich erhält man beinahe freundschaftliche Zuwendung aus Richtungen, aus denen man sie nicht für möglich gehalten hätte, Impulse, die neue Möglichkeiten eröffnen.

Ich danke denjenigen, die mir momentan in aller Freundschaft die Hand reichen und ihr Ohr leihen — ohne sie wäre ich sehr einsam, kein wünschenswerter Zustand.

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  1. Hallo,

    ich glaube, Joerg hat ganz schoen recht. Nach gut 10 Jahren habe ich
    keinen Kontakt mehr zu zwei Personen, die mir etwas bedeuten. Ich weiss nicht so recht, wie sie sich in mein Leben geschlichen haben und wie sie es so lange dort ausghalten haben. Ich weiss auch nicht genau, warum sie nicht mehr da sind. Was also tun? Beim Einigeln im Job kann man ja mal ueber Joergs Ausleitung nachdenken…

    Gruesse

  2. Klar doch, Diskussion geht immer :)

  3. Menschen kommen und gehen im Leben, nicht immer sind es die Menschen, von denen man es erwartet haette, die aus dem eigenen Lebensweg verschwinden und nicht immer sind andere, und neue Menschen dort zu finden, wo man es vermutet.

    Das ist glaube ich das interessante am Leben: Sich ueberraschen lassen, wie es weitergeht ….

  4. Das Leben ist manchmal wie eine Autobahn. Es gibt da einen Haufen Ausfahrten und eh du dich versiehst hat irgendeiner so eine Ausfahrt genommen.
    Traurig schon, aber das schöne ist das da noch immer welche mit dir fahren.
    Und es gibt da noch eine Sache, einen Sinnspruch:
    Du könntest es einfach tun!
    Viel Spass dabei :)

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