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wall < "Der perfekte Job"

Broadcast message from spillerm@unixe.de (pts/1) (Do Jun 05 22:07:25 2008):
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Diesen Beitrag schrieb ich vor 11 Jahren. Behalte das beim Lesen bitte im Hinterkopf.

Weshalb damit warten, den perfekten Job zu finden? Diese Frage stellt aktuell eines der bekanntesten Job-Portale auf seiner Startseite.

Mal ehrlich — wer malt sich zu Schulzeiten schon aus, dass er einmal einem mittelmässigen Job nachgehen wird? Vielleicht sogar Schichtarbeit machen wird? Zu einem Gehalt, das gerade so reicht? Hm? Eher niemand. Piloten wollen die Kinder werden, Ärzte oder Astronauten, die etwas bizarrer angehauchten schwärmen für eine Festanstellung als Clown (das allerdings ist einfach und die IT die richtige Branche!)… Irgendwie erscheinen diese Jobs $interessant. Bleiben sie das auch dauerhaft? Oder wird vielleicht alles auf Dauer irgendwie langweilig?

Was also darf ich mir unter dem »perfekten Job« vorstellen?

Intellektuell stimulierend, monetär ausschliesslich positiv, sozial ausgewogen und natürlich genügend Freiraum für persönliche Interessen und Sozialleben bietend. Die Realität sieht in der überwiegenden Zahl der Fälle jedoch offensichtlich genau umgekehrt aus: Arbeit für drei auf dem Rücken eines einzelnen, unterdurchschnittliche Bezahlung bei gesteigerter Überstundenzahl; die soziale Komponente gerät zunehmend ausser Sichtweite, und Gelegenheit für die persönliche Entfaltung bleibt kaum — sei es, weil die finanziellen Mittel dazu fehlen, sei es, weil das Gemüt es nach Feierabend einfach nicht mehr hergibt. Und bei der aktuellen Arbeitsmarktlage bedeutet das für viele: ausharren, und zwar so lange es irgendwie geht und gegebenenfalls unter Aufgabe der eigenen Würde, Kritikfähigkeit und Motivation.

Was man diesbezüglich so in Foren, im IRC und nicht zuletzt im eigenen Bekanntenkreis aufschnappt ist teilweise erschreckend; man kann nur froh sein, wenn es einen selbst nicht gar so schlimm erwischt hat…

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  1. Job beinahe in Perfektion: meiner Profession nachgehen, Geld ist dabei nebensächlich jedenfalls bis zu dem Punkt das ich es zum leben benötige.

  2. Hmm, ich denke das ist es, was einen perfekten Job ausmacht:
    Das man ihn gern macht.
    Die Werbeaussage bleibe dahin gestellt. Sie haben ja Recht. Aber man muss schon wissen was einem Spass macht, was man tun will.
    Aber wer weiss das schon?
    Ich wüsste da zwar was, aber die Chnancen sind so minimal, da ist ein Lottogewinn wahrscheinlicher.

  3. Hallo,

    ist das, Dr. Azrael, auf Dauer nicht etwas fad? Und vor allem, was wollen Sie mit der ganzen Kohle ;)? Sicher, ein guter hack ist immer noch besser als -jetzt wollte ich eigentlich etwas ganz boeses sagen, schlucke es aber doch lieber runter ;)-. Was mich antreibt, ist der Spass am Lernen und am Entdecken. Z.Z. mache ich eine kuhle Sache, zu der ich nichts sagen darf. Aber da wird primaer erstmal ausprobiert, zusammengesteckt, neuprobiert, schlau geguckt, etc. Es wird also gespielt ;). Zwischendurch wird dann doch mal gehackt. Achja, und reich werde ich dabei nicht. Aber es reicht fuer einen Semmel und ein Tannenzaepfle ;). Anderen geht’s schlechter.

    Gruesse

  4. Hallo,

    ist der perfekte Job nicht der, den man gerade nicht hat ;)? Irgendwann stellt sich doch immer Routine ein. Wenn man dann nicht versteht, sich die Sache selber spannend zu machen, geht es wohl bergab.

    Sicher gibt es Arbeitsplaetze, die wirklich nicht so prima sind. Sei es wegen der Arbeit an sich oder wegen des Umfelds. Aber in dem Bereich wird soviel gejammert, sodass ich nicht immer sicher bin, ob das nicht teilweise an den Personen selber liegt. In knapp 20 Jahren habe ich IIRC vier Arbeitgeber verschlissen. Klar habe ich da auch mal Citrix oder schlimmere Dinge an der Backe. Aber das geht vorbei. Letztendlich wuerde ich bei allen Arbeitgebern wieder anfangen.

    Gruesse

  5. perfekter job? für mich wäre das pro tag 3-4 Stunden Coden was immer ich will bei einem Stundenlohn von >50€

    unrealistisch?

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