Nix los im Netz

14. Januar 2008

Mao-B
17. Januar 2008 at 12:33

…aber…aber…tägliche Verdauungsreporte sind doch WICHTICH!!!!


hmw
16. Januar 2008 at 10:35

Hallo,

aber woran liegt es? Nach so langer Zeit wuesste man doch, wenn man sich nicht leiden koennte? Abnutzungserscheinungen? Alles schon gesagt? Naja, wir werden sehen.

Ja, Kommunikation hat sich gewandelt. Usenet ist auch nicht mehr das, was es mal war. Blogs haben die early adopters Phase hinter sich gelassen. Im Grunde hat heute jeder, auch relativ unabhaengig von seiner Einkommenssituation, die Moeglichkeit, seine Meinung oeffentlich kund zu tun. Und das ist ja auch gut so. Ich weiß nicht genau, wie nightsky fuer sich Qualitaet definiert. Aber die meisten Medien funktionieren per pull und nicht per push. Insofern bin ich frei darin, was ich konsumiere und was nicht. So halte ich es schon seit Jahren mit dem Fernsehen. Es beruehrt mich ueberhaupt nicht, dass es vielleicht irgendwo ein bis dreizehn blogs geben mag, wo die Schreiber ihre taeglichen Verdauungsbeschwerden kommunizieren.

Nichtsdestotrotz haben ich seit langer Zeit den Eindruck, dass die Qualitaet von Texten (bezogen auf Rechtschreibung, Aufbau und solche Dinge) allgemein abnimmt. Das betrifft IMHO nicht nur on-line-, zB. E-Mail oder blogs oder Webseiten, sondern auch off-line-Medien, also zB. Zeitschriften und Buecher oder auch Bewerbungssschreiben. Neben der einfachen Verfuegbarkeit oder eher Erzeugbarkeit von Medien scheint es also auch noch andere Phaenomen zu geben. Bei on-line-Geschichten, so ist zumindest mein oberflaechlicher Eindruck, scheint bei vielen Nutzern der Gedanke vorzuherschen, dass on-line ja nicht real ist und ihre Aeusserungen und Taetigkeiten dort ja keine Rueckwirkungen auf ihr reales Leben haetten.

Gruesse


spillerm
16. Januar 2008 at 9:45

@hmw: ich weiß nicht, ob sich eine solche Tendenz herauswachsen kann; bei mir war es eigentlich immer so, dass sie sich durch nichts aufhalten liess — ob ich nun gegensteuerte oder nicht.

Auch ich kann aus Erfahrungswerten nur extrahieren, dass ich es bislang anders als von nightsky dargestellt wahrgenommen habe; allerdings muss ich auch sagen, dass ich seit 1994 aktiv im Netz unterwegs bin und dass sich (meiner Meinung nach) die Kommunikation schon sehr stark gewandelt hat — und nicht zwingend vorteilhaft.

Der Umstand, dass dieser vergleichsweise wenig durchdachte Blogeintrag für derart viel Resonanz sorgte (Top-20 der meistgelesenen Artikel gestern) ist aber ggf. ein Hinweis darauf, dass das Thema brisant ist…?


hmw
16. Januar 2008 at 8:51

Hallo,

nightskys Einlassung bzgl. des verschobenen Interessenbereichs kann ich noch zustimmen. Den Rest sehe ich anders bzw. meine Erfahrungswelt sieht da deutlich anders aus.

Gruesse


Nightsky
15. Januar 2008 at 20:07

Huhu Spillerchen :)
ich finde es mag aktuell ruhiger sein,
interessante Blogs sind halt auch irgendwann nicht mehr interessant und man sucht sich ein anderen Betätigungsfeld.
Naja mein Blog ist nun wirklich nicht interessant und aktuell ätze ich auch nur rum.
Alle reallife+internet Kontakte mal ausgeschlossen, die Leute die man im Inet kennenlernt sind eh nur sehr oberflächliche Kontakte und meiner beischeidenen Meinung ist das auch ganz gut so.
Im endeffekt zählen nur Menschen die man schonmal gesehen, gerochen, geschmeckt und gehauen hat was oder in Deinem Fall beklaut ^^
Alles andere die Leute, mit denen man sich ne Weile angestrengt via Mail oder Messenger unterhält, verschwinden gewöhlich wieder im Nirvana und da bleiben sie dann meist auch.

Und der Bloghype scheint abzuklingen, was auch ganz gut ist. Dann erreicht dies ganze vllt. auch in der Gesamtheit wieder mehr Qualität.


hmw
15. Januar 2008 at 10:47

Hallo,

ich habe hier den Fall (off-line), wo sich das nach 10 Jahren auch so entwickelt. Ich weiß nicht genau, woran das liegt. Eigentlich will ich dagegen etwas tun wollen, aber ich weiß nichts Gescheites. Ich hoffe darauf, dass sich das rauswaechst…

Gruesse


spillerm
15. Januar 2008 at 9:16

@hmw: Es geht mir ja nicht darum, Online-Kontakte zu beweinen, die ich im worst case noch nie im Leben gesehen habe — mein Ausbruch bezog sich auf teilweise langjährige Freunde, die sich momentan in jeglicher Hinsicht (also auch in Sachen Blog) völlig banane verhalten und zu denen der Kontakt nun nicht nur IRL, sondern sogar virtuell weniger und weniger wird — dass das nichts Ungewöhnliches ist weiß ich ja, aber das Akzeptieren fällt mir so schwer…

In Sachen „Abenddämmerung und Wald“: tu‘ es — es ist einfach nur toll. Selbst wenn man sich anschließend ein paar Brombeerdornen aus den Fingern ziehen muss :D

@Ruediger: Natürlich ist das irgendwie schade; ich für meinen Teil versuche auch gegenzusteuern — aber Wissen ist Macht, und wieviel möchte ich wirklich von mir preisgeben? Eine Frage, die ich mir immer wieder stelle…

@Mao-B: Dass Du nichts anderes sagen kannst ist mir klar…


Mao-B
14. Januar 2008 at 23:09

Ich finde du überbewertest das ganze. :roll: Man hat nicht immer irgendwas zu sagen oder zu zeigen.


Ruediger
14. Januar 2008 at 22:18

Hallo,

also ich bin ja noch nicht sooo lange mit der bloggerei beschäftigt…
Allerdings muss ich Dir in gewissem Masse zustimmen: Es geht immer mal wieder ein Thema durch alle (fast alle) blogs- dann ist wieder mal Ruhe und es kommen die üblichen („einfachen“) Beiträge (bei mir auch wieder eingeschlossen). Eigentlich schade…


hmw
14. Januar 2008 at 22:07

Hallo,

ich verfolge vielleicht um die fuenf blogs mehr oder weniger regelmaessig. Die meisten davon lese ich schon laenger als zwei Jahre. Sicher gibt es da mal Durststrecken, aber ich finde die meisten weiterhin spannend. Bei einem Blog hat IMHO die Kreativitaet oder die Lust an der Sache nachgelassen. Bei einem anderen gelangen jetzt mehr Dinge zu twitter, die vorher zu einem Artikel verarbeitet wurden. Die verbleibenden Artikel machen das aber wieder wett.

Das Kontakte entstehen und wieder verloren gehen, halte ich fuer relativ normal. Man beschreitet ein Stueck Weg zusammen, weil man den Ausschnitt Leben, den der Schreibende bietet, spannend findet. Manchmal merkt man, dass die Persoenlichkeit des Schreibenden noch andere Aspekte bietet oder das Schreibthema ist wirklich ausgelutscht oder die eigenen Interessen veraendern sich und man zieht weiter. Ich kenne auch die Moeglichkeit, wo sich Kontakte vom blog losgeloest haben und zB. per email oder Telephon erweitert wurden. Ich weiß nicht, ob daraus Freundschaften entstehen oder ob das auch irgendwann einschlaeft. Aber ich bin guter Hoffnung.

Achja, in der Abenddaemmerung im Wald. Das waere mal wieder was.

Gruesse
hmw


nix los im Netz | F!XMBR
14. Januar 2008 at 22:06

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